Mobilitätsprojekt Erasmus+ Schulbildung

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Unsere Schule beteiligte sich nun zum 5. Mal am Programm Erasmus+ - Lehrerfortbildung im Ausland und stellte einen Antrag mit dem Projekt: Gemeinsam auf Europa zu – Schritt für Schritt.
Dieses Mal nehmen 16 Kolleginnen und Kollegen, darunter 4 Teams, an Fortbildungen in Europa teil. Sie fahren nach: England, Schottland, Irland, Frankreich, Spanien, Malta und Italien.
Die erste Gruppe, die in den Sommerferien Fortbildungen besuchte, ist nun zurück:
Frau Bruckmüller und Frau Puchta waren in Edinburgh/Schottland, Frau Saller in Valletta/Malta, Frau Maiterth in Dublin/Irland, Frau Schafbauer in Brest/Frankreich und Frau Götz zusammen mit Herrn Wohlfarth in London/England.
Ihre durchwegs sehr positiven Erfahrungen schildern sie in den nachfolgenden Teilnehmerberichten.

Dieses Jahr haben wir unser Erasmus-Programm zusammen in Edinburgh absolviert. Eine Woche Sprachurlaub in Schottland, genauer gesagt in Edinburgh. Am Vormittag besuchten wir eifrig unsere Sprachenschule, in der wir in verschiedenen Gruppen unsere Englischkenntnisse verbessern durften. Hier waren Schüler aus unterschiedlichen Nationen, wie z.B. Italien, Saudi Arabien, Syrien, Frankreich, Spanien und sogar eine Influenzerin aus Brasilien vertreten, wodurch man auch einen Einblick in die verschiedenen Kulturen bekam. Am Nachmittag machten wir uns immer sofort auf Entdeckungsreise und es gab wirklich viel zu erfahren und zu entdecken. Entweder waren wir zu Fuß und mit dem Bus unterwegs, hielten uns im Botanischen Garten auf, schlossen uns einer gruseligen Gewölbetour an, gingen durch viele tolle Shops und besuchten ein Theater mit besonders unterhaltenden Darstellern beim jährlich stattfinden Festival in Edinburgh. Eine ganztägige Fahrt in die Highlands und der Besuch des Militäry Tattoos machten unsere Reise zu einem sehr gelungenen Event.
Am Ende unserer aufregenden Woche erhielten wir auch ein Zertifikat und wir sind uns beide sicher, dass wir so etwas bestimmt wieder machen werden.

Erasmus web 2Fr. Bruckmüller und Fr. Puchta im ELC Zsuzsa Puchta und Karin Bruckmüller

 

Englisch lernen auf der Insel
Das geht nicht nur in Großbritannien, sondern auch auf Malta.
Was muss man über Malta wissen? Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Mit nur 300 Quadratkilometern ist die Fläche mit der Stadt Bremen vergleichbar. Innerhalb der EU ist Malta der Staat mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Dass man hier - bei sehr angenehmen Wetter - Englisch lernen kann, liegt daran, dass neben dem Maltesischen Englisch Amtssprache ist.
Und so packte ich meine Koffer und begann am Montag, dem 19.8., meinen Sprachkurs in der Inlingua Sprachenschule. Um uns einen ersten Überblick zu verschaffen, fuhren alle neuen Schüler mit der Fähre von Sliema in die Hauptstadt Valletta. Im 4D-Kino wurden wir in die bewegte Geschichte Maltas zurückversetzt. Erst kamen die Römer, dann die Kreuzritter, auch Napoleon eroberte kurz mal die Insel, bevor die Briten gut 150 Jahre die Herrschaft übernahmen. Seit den 60ger Jahren sind die 400 000 Einwohner unabhängig. Der wehrhafte Charakter der Insel wird heute noch durch die zahlreichen Befestigungsanlagen deutlich, die auch für Valletta typisch sind. Nachmittags ging dann der Unterricht los, der von einer älteren Dame namens Mrs Flynn erteilt wurde. Neben englischer Grammatik lernten mein Mitschüler Otto und ich viel über das Leben in Malta und das gespaltene Verhältnis zur ehemaligen Besatzungsmacht Großbritannien. Die nächsten Tage ging es in der Konversation um die verschiedensten Themen, wie z.B. die Digitalisierung oder die Flüchtlingsproblematik. Wenn ich nicht gerade an den Hausaufgaben saß, die Mrs Flynn reichlich erteilte, besichtigte ich die St. John‘s Co Cathedral in Valletta und Vittoriosa, ein wunderschönes kleines Städtchen auf einer Halbinsel mit dem imposanten Fort St’Angelo. Auch ein Ausflug in die Frühgeschichte zu den megalithischen Tempeln Hagar-Qim und Mnajdra, die immerhin älter als die ägyptischen Pyramiden sind, durfte für mich als Geschichtslehrerin nicht fehlen. Neben der Auffrischung meiner Englischkenntnisse habe ich durch Erasmus+ einen sehr guten Einblick in die Geschichte, die Mentalität und die Lebensweise der Malteser erhalten.

Erasmus web 3Fr. Saller in der Inligua SchoolSaller Heidi

 

Neben der Möglichkeit meine Englischkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern, war es vor allem auch der Austausch mit denTeilnehmern aus unterschiedlichen Länder (und Erdteilen), der mich an meinem Aufenthalt in Dublin begeistert hat. Persönliche Gespräche mit Menschen aus anderen Ländern geben oft weitaus mehr Einblick in die Situation und Lebensumstände der jeweiligen Ländern als es Informationen aus Medien vermögen. Es ist der persönliche Kontakt, der Menschen/Europäer einander näher bringt und das Verständnis zwischen den Ländern Europas wachsen läßt.

Erasmus web 4Fr. Maiterth vor dem Alpha CollegeSissi Maiterth

 

Dieses Mal machte ich eine Französischfortbildung in Brest/Bretagne. Ziel war neben der sprachlichen Weiterbildung das Kennenlernen von Land und Leuten in diesem Teil Frankreichs.
Meine Schule CIEL war sehr gut organisiert. In meinem Kurs bearbeiteten wir aktuelle Themen zu Kultur, Medien, Umwelt etc. Durch meine Lehrkräfte aus Martinique bzw. Madagaskar lernte ich Französischsprecher aus diesen Teilen der Welt kennen.
Nachmittags bot die Schule Gelegenheit zu landeskundlichen Exkursionen (Städte, Küste). Wir besichtigten auch eine Crêperie und jeder musste am Ende einen Crêpe zubereiten.

Neben dem sprachlichen und landeskundlichen Gewinn profitierte ich von der Zusammenarbeit mit Menschen aus ganz Europa – ja der ganzen Welt. Die Teilnehmer kamen aus Spanien, Italien, Polen, Deutschland, Schweiz, Russland, England, Saudi Arabien, China und Mexiko.
Durch die gemeinsame Arbeit und die gemeinsamen Ziele entstand ein Gefühl der Verbundenheit und Zusammengehörigkeit. Dies wirkt nach und bereichert ungemein.
Als sehr einschneidendes Beispiel möchte ich das Thema Brand des Amazonas nennen. Als wir dieses besprachen, wurde uns allen bewusst, wie ernst die Lage auf unserer gemeinsamen Erde ist und dass wir gemeinsam alles tun müssen, um sie gesund zu erhalten.

Erasmus web 5Fr. Schafbauer vor dem Collège CIELAnna Schafbauer

 

In der letzten Augustwoche besuchten wir (Monika Götz und Alexander Wohlfarth) in London die TTI Sprachschule im Stadtteil Camdon. In Kleingruppen von 12 Leuten nahmen wir am Englischunterricht teil, um unser Hörverständnis und die Sprechfertigkeit zu verbessern. Unsere Mitschüler kamen aus der ganzen Welt, z. B. aus der Schweiz, Italien, Frankreich, China und Japan. In der Gruppe diskutierten wir verschiedene Themen in englischer Sprache und wiederholten bzw. vertieften zudem die Grammatik. Außerdem besuchten wir mit der Sprachschule den Stadtteil Notting Hill (bekannt aus dem gleichnamigen Film mit Julia Roberts und Hugh Grant). An den Nachmittagen lernten wir die Gegend bzw. die Einheimischen näher kennen, indem wir z. B. die Tower Bridge, Camdon Market, das Regierungsviertel und das Harry Potter Filmstudio erkundeten. Hierbei konnten wir das Gelernte in Alltagssituationen anwenden.
Es war eine gewinnbringende und erfahrungsreiche Fortbildung in London.
Vielen Dank für die große Unterstützung durch die Schule und unserer Kollegin Anna Schafbauer.

Erasmus web 7Monika Götz im Institut Tti in LondonErasmus web 6Alexander Wohlfarth am Institut Tti in London

Monika Götz und Alexander Wohlfarth