Exkursion der 7. Klasse in das mittelalterliche Regensburg

Was war ein Kurfürst? Was verstand man unter einer peinlichen Befragung?
Und wer „durfte“ auf dem Spanischen Esel reiten?

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Diese Fragen brauchen sich die Klassen 7a und 7b nicht mehr zu stellen, denn sie unternahmen einen Ausflug in das mittelalterliche Regensburg.

Die Stadt im Mittelalter ist im LernplanPlus der Realschule in der 7. Jahrgangsstufe ein zentrales Thema des Geschichtsunterrichts. Damit sich das theoretisch Gelernte mit der realen Erfahrung verknüpfen konnte, führten die Schüler eine Stadtrallye durch, die sie an den wichtigsten Bauwerken der ehemals freien Reichsstadt vorbeiführte. Mit Hilfe eines Stadtplans fanden fast alle Kleingruppen zu den einzelnen Stationen: Nach und nach lernen die Schüler die Steinerne Brücke, den Dom St. Peter, das Alte Rathaus, den Haidplatz und die Patrizierburg zur Arch kennen. An jeder Station waren Aufgaben zu erfüllen und Rätsel zu lösen. Pünktlich um 10 Uhr trafen sich alle Gruppen am Alten Rathaus und erhielten eine Führung durch die Räumlichkeiten. Zunächst wurde ihnen der Saal der Ratsherren gezeigt. Danach ging es in den Reichssaal, in dem der Immerwährende Reichstag tagte. Der letzte Weg führte noch in die Fragstatt im Keller, besser bekannt als die Folterkammer. Hier konnte man auch einen Blick in die Gefängnisse werfen, in denen die Verurteilten auf die Vollstreckung ihres Urteils warteten. Nach der Führung musste auf dem Weg zum Bus noch die letzte Station aufgesucht werden, bevor es dann wieder zurück in die Gegenwart – nach Neutraubling – ging.

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Ach ja, für diejenigen, die nicht dabei sein konnten:

Die Antworten auf die Fragen zu Beginn lauten:

* Ein Kurfürst hatte das Recht, den römisch-deutschen König zu küren (=wählen).
* So nannte man ein Verhör unter Zufügung von Pein (=Schmerzen).
* Der eines Verbrechens Beschuldigte musste während seiner Befragung auf dem Spanischen Esel, einem mittelalterlichen Folterinstrument, sitzen.