Auch in diesem Schuljahr unternahm eine Schülergruppe der 9. Jahrgangsstufe der Staatlichen Realschule Neutraubling gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Werkmann und Herrn Braun eine dreitägige Bildungsfahrt nach Berlin. Im Mittelpunkt standen dabei politische Bildung, die Grundlagen unserer Demokratie sowie die Auseinandersetzung mit bedeutenden Stationen der deutschen Geschichte.
Der erste Tag führte die Gruppe in das politische Zentrum Deutschlands. Beim Besuch des Deutschen Bundestages erhielten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in die Arbeit des Parlaments. Besonders erfreulich war die Begegnung mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Aumer, der die Gruppe persönlich begrüßte und über seine Aufgaben als Abgeordneter berichtete. Gemeinsam mit seinem Team führte er die Schülerinnen und Schüler durch das Reichstagsgebäude und erläuterte zahlreiche Aspekte der parlamentarischen Arbeit. Im anschließenden Gespräch nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Fragen zu aktuellen politischen Themen und zum Alltag eines Bundestagsabgeordneten zu stellen. Herr Aumer zeigte sich begeistert: „Die Schülerinnen und Schüler der Realschule Neutraubling brachten viele spannende Themen mit nach Berlin. Von aktuellen politischen Fragen über Wehrpflicht und Digitalisierung bis hin zu KI. Der offene Austausch hat mich sehr gefreut.“ Nach dem Abendessen in der Bundestagskantine folgte ein informativer Vortrag auf der Besuchertribüne des Plenarsaals, bei dem die Funktionsweise des Parlaments sowie die Entwicklung der deutschen Demokratie vorgestellt wurden. Den Abschluss bildete der Besuch der Reichstagskuppel, von der aus sich ein eindrucksvoller Blick über das abendliche Berlin bot. Anschließend führte ein gemeinsamer Spaziergang die Gruppe zum Brandenburger Tor, das in besonderer Atmosphäre beleuchtet war.



Am zweiten Tag stand zunächst die Erkundung verschiedener Berliner Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler besuchten unter anderem den Bahnhof Zoo, den Kurfürstendamm, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sowie den Alexanderplatz mit Fernsehturm, Rotem Rathaus und Weltzeituhr. Dabei konnten sie zahlreiche Facetten der Hauptstadt kennenlernen und ihre historischen sowie kulturellen Eindrücke vertiefen. Ein besonders wichtiger Programmpunkt war der Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Während einer Führung setzten sich die Jugendlichen mit der Geschichte des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses der Staatssicherheit auseinander. Die Berichte über persönliche Schicksale und die Lebensbedingungen politischer Gefangener machten deutlich, welche Bedeutung Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Werte besitzen. Anschließend besichtigte die Gruppe die East Side Gallery, an der erhaltene Teile der Berliner Mauer heute als Ort der Erinnerung und künstlerischen Auseinandersetzung dienen. Weitere Stationen waren der Checkpoint Charlie, das Holocaust-Mahnmal sowie der Potsdamer Platz. Ein kurzer Besuch des Bundesrates ergänzte das politische Programm der Reise. In ihrer Freizeit konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend die moderne Seite Berlins erkunden und die besondere Atmosphäre der Hauptstadt erleben.
Am letzten Tag führte die Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Im Rahmen einer Führung erfuhren die Jugendlichen mehr über die Teilung Deutschlands, den Bau der Berliner Mauer und die Schicksale der Menschen, die unter den Folgen der Grenzanlagen leiden mussten oder bei Fluchtversuchen ums Leben kamen. Die Eindrücke dieses Besuchs verdeutlichten nochmals den hohen Wert von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten.
Die Berlinfahrt bot den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, politische Institutionen kennenzulernen und sich mit zentralen Kapiteln der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Durch ihr großes Interesse, ihre aktive Mitarbeit und ihr vorbildliches Verhalten trugen sie wesentlich zum Gelingen der Reise bei. So kehrten alle Teilnehmenden mit zahlreichen neuen Eindrücken, erweitertem Wissen und einem vertieften Verständnis demokratischer Zusammenhänge nach Hause zurück.



