Schüleraustausch Périgueux

En voyage Erasmus+ à Périgueux:
Austausch, Abenteuer, Amitié!

Sonntag, 07.06.2026

In aller Früh um 6.15 Uhr trafen wir uns, die Teilnehmenden des Schüleraustausches der Klasse 8e, vor dem Regensburger Hauptbahnhof, bepackt mit Rucksäcken und Koffern. Voller Aufregung und Vorfreude fuhren mit der Regionalbahn nach München und stiegen dort in den ICE, mit dem wir den Weg bis Stuttgart zurücklegten. Nach ambitionierten 9 Minuten Umsteigezeit wartete die erste TGV-Fahrt (über Strasbourg bis Paris) auf uns. Mit über 300 km/h durch französische Landschaften in Richtung Paris zu fahren war schon beeindruckend. Vom Gare de l’Est mussten wir zum Gare Montparnasse.

Etappe 1 ist geschafft - angekommen am Gare de l'Est in Paris

Das war gar nicht so einfach, weil die Metro 4 stark befahren wurde und wir zwei Mal nicht einsteigen konnten. Aber es klappt alles und so konnten wir nicht nur den Gare de l’Est, sondern auch den Tour Montparnasse besichtigen. Dann fuhren wir eine 2,5 Stunden Fahrt bis nach Bordeaux. Dort haben wir knapp eine Stunde in der Abendsonne vor dem Bahnhof gewartet und konnten die Tram und die Leute auf den Terrassen beobachten. Um 19.30 Uhr stiegen wir in den letzten Zug, einen Regionalzug nach Périgueux. Mit gemischten Gefühlen (froh, endlich anzukommen, und aufgeregt, wie es werden wird) fuhren wir dann um 20.45 Uhr in den Bahnhof ein, wo unsere Corres mit den Gastfamilien bereits warteten. Dann ging alles ganz schnell und wir fuhren nach Hause oder manche auch zum Essen. Beim Essen tauschten wir uns aus und testeten aus, ob wir uns am besten auf Englisch, Französisch oder per Übersetzer verständigen konnten. Müde fielen wir dann ins Bett. Wir lernten viele neue französische Wörter, zum Beispiel le carnet de voyage (= Reisetagebuch), proteger (= beschützen) und auch ein wenig Spanisch: proxima parada (Haltestelle) wegen der Nähe zu Spanien.

Zwischenstop in Paris
Angekommen in Périgueux

 Montag, 08.06.2026 (Jakob und Luis)

Am ersten Tag waren wir in der Früh bei unseren Gastfamilien und haben gefrühstückt. Danach sind wir direkt zur Schule gefahren und wurden dort von den Schulleiterinnen im Physik-Museum der Schule begrüßt. Unsere Austauschpartner:innen zeigten uns, in welchen Gebäuden der großen Schule sich die verschiedenen Unterrichtsräume und wichtigen Punkte befinden, z. B. Naturwissenschaftsgebäude, Sporthalle, Internat, Infirmerie (= Kranken-station),… Während die französischen Austauschschülerinnen und -schüler Unterricht hatten, haben wir mikroskopiert und algenähnlichen Bakterien, Flechten und Lauch untersucht. Gegen 12 Uhr gingen wir in die Kantine, wo es Nudeln mit Speck, Schokoladenmousse und Salat mit Pastete gab. Sie war riesig und trotzdem gut organisiert. Im Pausenhof konnten wir ein bisschen entspannen. Als nächstes spielten wir französische Spiele wie Bingo zum Kennenlernen und Stadt Land Fluss (auf französisch „PetitBac“) und machten ein Quiz. Wir sind zu einem Sportpark gefahren und haben im Tandem einen Orientierungslauf gemacht. Wieder zurück in der Schule haben wir uns den Micro-Forêt angeschaut, zusammen mit einem Video, wie sie in angelegt haben. Am Nachmittag gegen 17 Uhr wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und sind noch ein bisschen spazieren gegangen (z. B. durch Périgueux). Am Abend gab es Abendessen in den Gastfamilien und danach haben wir noch Spiele gespielt, gepuzzelt,… Wir haben regionale Wörter gelernt wie z. B. une chocolatine (Schokobrötchen) oder auch le pigeon (Taube) und le pain grillé (Toastbrot). Wir haben auch ihnen etwas beigebracht: Guten Morgen, gute Nacht, bis morgen – oder auch: Streichholzschächtelchen 😊

Erster Schultag in der Cité scolaire Bertran de Born
Mikroskopieren im Biologieunterricht
Sportlicher Wettkampf im Rahmen eines Orientierungslaufs

Dienstag, 09.06.2026 (Clément und Natalie)

Am Dienstag trafen wir uns zunächst am Collège, um dann in den Wald aufzubrechen. Bevor wir losgingen, bekamen wir von der Cantine Picknick, das wir in unsere Rucksäcke packten. Es gab Chips, Thunfischsalat und Apfelsaft. Wir sind dann richtig lange zum Wald hochgegangen, was anstrengend war. Dort kamen wir an einer kleinen Hütte an, die ein Mann für sich und seine Hunde gebaut hat. Uns wurde erklärt, wie wir uns zu verhalten haben, denn auf dem Programm stand „Waldbaden“: Diese japanische Seelenentspannungsart nennt sich „Shirin Yoku“. Wir gingen also los, konzentrierten uns zuerst auf die Geräusche, unsere Atmung, auf die Farben und die Gerüche des Waldes. Anschließend bekamen wir eine Augenbinde und legten die Hände auf unseren Vordermann, sodass wir blind durch den Wald gingen. Nach einem Mittagssnack haben wir LandArt gemacht. LandArt bedeutet, Naturmaterialien (beispielsweise Blätter, Moos, Äste usw.) in ein Kunstwerk zu verwandeln. Außerdem machten wir ein Spiel über die Verbindungen im Ökosystem Wald zwischen Tieren, Menschen, Pflanzen und Bakterien und sammelten dann zehn verschiedene Blätter von Pflanzen im Wald. Die schnellste Gruppe hat gewonnen. Auf dem Heimweg genossen wir den tollen Blick über Périgueux und überquerten den Fluss Isle mit einem Floß. Am besten hat uns am Dienstag LandArt gefallen. Wir haben eine Art Überlebensbase gebaut, inklusive Lagerfeuer und einem Teppich aus Moos. Neu gelernt haben wir un cerf (Hirsch), un renard (Fuchs) und un arbre (Baum).

 Mittwoch, 10.06.2026 (Leon und Janick)

Am Mittwochvormittag waren wir mit der deutschen Gruppe in der Innenstadt von Périgueux, während unsere Corres Unterricht hatten, und haben Folgendes gemacht:

  • Zuerst starteten wir mit Béatrice Bouzinac, der französischen Lehrerin, die uns begleitete, zu einem Spaziergang zu den Sehenswürdigkeiten von Périgueux. Erster Stopp war am galloromanischen Turm „Vesunna“.
  • Wir stießen auch auf das auf einer Mauer gebaute und mit Holzstelzen abgestützte Haus „Eschif de Creyssac“.
  • Wir besuchten außerdem den großen Markt der Stadt direkt vor der beeindruckenden Kathedrale besucht und durften Käse und Früchte (z. B. Erdbeeren, Kirschen, Blaubeeren und Himbeeren) probieren.
  • Danach haben wir die Kathedrale „Saint Front de Périgueux“ besucht und haben am Ende des Vormittages noch eine Stunde Freizeit bekommen. Leon und ich haben in der Freizeit Souvenirs für unsere Eltern gekauft und etwas gegessen. Besonders lecker waren kleine Früchte, die wie echte Früchte aussahen, aber eigentlich innen aus Kuchenteig waren. Wahre Kunstwerke der pâtisserie!

Am Nachmittag haben wir mit unseren Austauschpartnern noch einmal die Innenstadt von Périgueux besichtigt und Kebap gegessen. Es war sehr lecker. Danach sind wir noch spazieren gegangen und der Vater von meinem Austauschpartner hat uns noch ein paar Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt und auch ein bisschen dazu erklärt. Anschließend sind wir noch im Park spazieren gegangen und haben uns entspannt und miteinander geredet. Am besten hat uns das Essen am Markt gefallen, da es sehr lecker war. Wir haben folgende neue französische Wörter gelernt: Taufe = le baptême, Konfirmation = la confirmation, Eis = la glace.

Donnerstag, 11.06.2026 (Noah & Sebastian)

Am Donnerstag gingen wir – ausgestattet mit einem Lunchpaket von der Kantine - um 9 Uhr zum Bahnhof in Périgueux, um mit dem Zug nach Limoges aufzubrechen. Angekommen im beeindruckenden Bahnhof, der zu einem der schönsten in Europa zählt (bezüglich der Architektur ein Übergang zwischen Art Deco und Jugendstil) gingen wir dann in das Nationalmuseum für Porzellan. Diese Porzellangegenstände beeindrucken mich immer wieder! Zum einen, wie Porzellan hergestellt wird, aber auch wie Porzellan in unterschiedlichen Regionen der Erde gestaltet wird. Und natürlich auch, wie aktuelle Künstler mit Porzellan arbeiten. Anschließend gingen wir dann in einen nahegelegenen Park, um ein Picknick zu machen. Und natürlich die Fachwerkhäuser und die beeindruckenden Markthallen von Limoges. Das Besondere war auch hier wieder das tolle Wetter – wir hatten echt Glück!  Meine Meinung ist, dass die ganze Stadt mit Sonne schöner aussieht. Und das war zum Glück die ganze Woche der Fall. Dann hatten wir 1,5 Stunden Zeit, um Limoges in Vierergruppen zu erkunden. Wir kauften uns etwas zum Trinken und gingen anschließend auf dem Rückweg zum Bahnhof noch an der schönen Kathedrale vorbei. Am Bahnhof angekommen warteten wir auf den Zug und kamen dann gegen 16.30 Uhr in Périgueux an. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde. Am späten Nachmittag gab es an einem Buffet in der Schule mitten im sonnigen Innenhof noch etwas zu knabbern, was die Eltern der Austauschschülerinnen und -schüler vorbereitet hatten. Auch dies war ein sehr langer, anstrengender und erlebnisreicher Tag. Gegen Abend sind wir, also meine Gastfamilie und ich zusammen mit Luis und seinem Austauschpartner in ein Restaurant namens “LA FABRIK“ gegangen. Auch dies war ein sehr lustiger Teil meines Tages. Am Donnerstag haben wir ein paar neue Wörter gelernt zum Beispiel: la fraise (Erdbeere), l‘entrée (Eingang), le championnat du monde (Weltmeisterschaft).

Unterwegs in Limoges im Porzellanmuseum

 Freitag, 12.06.2026 (Sarah & Christina)

Am Freitag trafen wir uns schon sehr früh am Bahnhof von Périgueux, um dann um 6:30 Uhr mit dem Zug nach Bordeaux loszufahren. Es war schade, schon wieder nach Hause zu fahren, aber auch schön, weil wir Strasbourg entdecken können. Von Bordeaux aus ging es mit dem TGV weiter nach Straßburg. Wir hatten Zeit zum Kartenspielen, Knabbern, Lesen, Wizzardspielen, weil wir faste in ganzes Abteil für uns alleine hatten. In Strasbourg angekommen haben wir erst einmal unsere Zimmer im Hotel „Le Grillon“ gleich nahe des Bahnhofs bezogen. Danach sind wir in die Altstadt gegangen, wo wir Souvenirs z.B. Schlüsselanhänger, Magneten (oft mit dem typisch elsässischen Motiv Storch) oder Postkarten kaufen konnten. Und wir haben uns die Kathedrale Notre-Dame von außen angeschaut. Leider war es nicht mehr so schön Wetter wie in Périgueux; es ging ein ganz schöner Wind und der Himmel war grau. Nach einem Spaziergang entlang des Flusses Ill sind wir ins Restaurant „Au brasseur“ gegangen und haben dort Flammkuchen gegessen. Es gab z. B. Flammkuchen mit Crème Fraîche, Speck, Zwiebeln, Champions und Käse. Wir waren eigentlich schon ziemlich satt, aber es warteten auch noch süße Flammkuchen mit Äpfeln, Zwetschgen und braunem Zucker als Nachspeise auf uns. Als Letztes haben wir noch eine Boots-Tour mit Audioguide auf der Ill gemacht. Luis, Clément und Natalie haben auf dem Boot mit Deutschlandflaggen gewunken und viele Passanten haben am Ufer zurückgewunken. Das war ein Spaß! Zum Schluss sind wir noch in unser Hotel zurückgelaufen und haben dabei die Stadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und toller Abendstimmung bewundert. Heute haben wir auch wieder einige Wörter gelernt: le grillon = Grille, la gare = Bahnhof, Qwetsch = Zwetschge

Auf ein baldiges Wiedersehen!

Samstag, 13.06.2026 (Isabella & Diána)

Am Samstag haben wir uns um 8:00 Uhr im Hotelfrühstück mit leckeren herzhaften und süßen Speisen für den Tag gestärkt. Danach packten wir unsere Sachen und machten uns langsam mit dem Bus in Richtung des Europäischen Parlamentes auf. Vor dem sehr modernen Gebäude machten wir erst einmal ein paar Fotos und absolvierten die Sicherheits- und Passkontrolle. Wir machten einen Rundgang durch das Parlament und bekamen viele Informationen über die Ziele und über die Abläufe. In dem Plenarsaal haben wir uns Videos angeschaut, die uns die Geschichte von der EU, die Arbeit der Dolmetscher und der Abgeordneten usw. nähergebracht haben. Außerdem durften wir auf die Dachterrasse mit einem atemberaubenden Ausblick über Strasbourg. Nach dem spannenden Besuch gingen wir noch in Stadt, um uns Besorgungen für die Zugfahrten zu kaufen. Zurück im Hotel mussten wir uns unser Gepäck holen und gingen anschließend in Richtung Bahnhof. Pünktlich um 13:55 Uhr ging der Zug nach Frankfurt. Von dem großen Bahnhof in Frankfurt haben wir aber nicht viel gesehen, da wir unseren nächsten Anschlusszug bekommen mussten. Ab dann ging es problemlos und entspannt mit dem ICE direkt nach Regensburg. Nach der langen Zugfahrt wollten einige einfach nur noch in ihr Bett, andere hatten aber noch weitere Pläne. Heute haben wir diese neuen Wörter gelernt: le Parlament européen = Europäisches Parlament, le drapeau = Flagge, le contrôle de sécurité = Sicherheitskontrolle

Herrliches Strasbourg
Zugfahren macht Spaß!