In den Osterferien hatte ich die gute Gelegenheit, ein dreitägiges Job Shadowing an unserer Partnerschule in Italien zu machen.

Ich wurde von der dortigen Erasmus+-Koordinatorin, Frau Luana Rossi, herzlich empfangen und während meines gesamten Aufenthalt fürsorglich und liebevoll begleitet. An den Nachmittagen zeigte sie mir voller Engagement die Umgebung ihrer Heimat.In der Schule selbst wurde ich ebenfalls sehr herzlich und gastfreundlich von der Schulleitung und allen Lehrkräften begrüßt, nicht nur auf Italienisch, sondern auch auf Deutsch, Französisch und Englisch.
Auch die Schülerinnen und Schüler waren sehr neugierig auf die tedesca. Und sie freuten sich riesig, ihre Sprachkenntnisse in den Fremdsprachen nun endlich zeigen zu können.Die Lehrkräfte haben eine fürsorgliche, begleitende und hilfsbereite Art den Kindern gegenüber und die Schüler verhalten sich respektvoll und anständig. Im Mittelpunkt des Unterrichtens steht das Wort und ist das Lehrer-Schüler-Gespräch. Alle anderen Medien, ob analog oder digital sind diesem untergeordnet. Die Medien werden durchwegs sinnvoll eingesetzt.Die Schule ist eine Gesamtschule, in der alle Kinder bis zur 8. Klasse zusammenarbeiten. Es gibt keine Förderschulen in Italien und so lernen alle Kinder alle Inhalte gemeinsam.

Die Hospitation in Italien war für mich sehr bereichernd und motivierend, sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht.
Vom 29. März bis 4. April 2026 nahm ich an einer Erasmus+ Fortbildung der European Learning Academy in Palermo teil. Die An- und Abreise erfolgte per Nachtzug im Sinne des „green travel“ – eine absolute Empfehlung und spannende Entdeckung, denn wir reisten sehr angenehm, mit hervorragendem Service und gutem Schlaf. Gemeinsam mit 16 Teilnehmenden aus Rumänien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Irland, Kroatien und Estland erlebten wir eine intensive und praxisnahe Lernwoche.
Kursinhalte und
Arbeitsweise
Unter der Leitung einer Psychologin erarbeiteten wir Strategien
für einen konstruktiven Umgang mit Stress und Konflikten im
schulischen und privaten Kontext. Zentrale Themen waren
empathische Kommunikation, Grenzsetzung, Emotionsarbeit (u. a.
Gefühlsrad) und Achtsamkeit im Schulalltag.
Die Methoden waren abwechslungsreich und aktivierend, darunter
Quizformate, Rollenspiele, Meditationen und kooperative
Arbeitsformen. Besonders prägend war die Förderung eines
lösungsorientierten „Growth Mindset“.
Europäischer Austausch und schulische
Wirkung
Der Austausch mit internationalen Fachkräften eröffnete neue
Perspektiven auf schulische Herausforderungen. Ich nehme
konkrete Übungen zur Achtsamkeit, Gesprächsleitfäden sowie
einfache Tools zur Stimmungsabfrage und Teamstärkung mit, die
sich direkt im Unterricht und im Kollegium einsetzen lassen.
Kulturelles Rahmenprogramm und
Vernetzung
Neben dem Kurs bot Palermo kulturelle Einblicke, etwa in die
sizilianische Küche (wie leckere Arancini oder die Essensform
des Apericena) und bei einer Stadtführung (mit beeindruckenden
Märkten und tollem Teatro Massimo, alles in der Atmosphäre von
Ostern).

Fazit
Die Fortbildung war fachlich fundiert, methodisch vielseitig
und praxisnah und liefert wertvolle Impulse für Unterricht und
Zusammenarbeit. Unglaublich toll, so viele Einblicke im
Austausch mit europäischen Kolleg:innen zu erleben. Grazie
mille, Erasmus, für diese tolle Möglichkeit!
Eine Woche Neapel – das klingt nach Dolce Vita, Espresso und melodischem Italienisch. Und ja, das gab es auch… irgendwo zwischen hupenden Motorrollern, kreativer Verkehrsinterpretation und einem gewissen „authentischen“ Stadtbild. Schon nach wenigen Stunden war klar: Hier gelten Verkehrsregeln eher als freundliche Vorschläge. Wer zögert, verliert – vor allem beim Überqueren der Straße. Mein neu gelerntes Vokabular konnte ich also direkt anwenden: „Attenzione! wurde schnell zu einem meiner meistgenutzten Wörter.

Im Rahmen meines Italienisch Sprachkurses durfte ich eine Woche lang in diese lebendige, laute und herrlich chaotische Stadt eintauchen. Jeden Tag besuchte ich die Accademia Italiana, wo ich gemeinsam mit Studierenden aus der Schweiz, China, Österreich, Polen und Deutschland gelernt habe. Der internationale Austausch war dabei genauso lehrreich wie der Unterricht selbst – und oft auch sehr unterhaltsam.
Kulinarisch habe ich ebenfalls schnell gelernt, mich anzupassen: Pizza und Sprizz scheinen in Neapel zu den Grundnahrungsmitteln zu gehören. Zu jeder Tageszeit gibt es eine passende Gelegenheit – und ehrlicherweise auch kaum einen Grund, darauf zu verzichten.
Zu den besonderen Highlights zählten der Tagesausflug an die Amalfiküste. Atemberaubende Ausblicke, steile Küstenstraßen und das Gefühl, dass der Busfahrer gleichzeitig Rennfahrer sein könnte – unvergesslich! Hoch über der Stadt Napoli bot das Castel Sant’Elmo einen spektakulären Blick vom Vesuv, über den Golf von Neapel bis hin zur Insel Capri. Unter der Stadt ging es dann in die „Sottoterranea“ – ein faszinierendes Labyrinth aus unterirdischen Gängen und Räumen. Diese wurden ursprünglich als Zisternensystem für die Trinkwasserversorgung angelegt. Später dienten sie in den Kriegszeiten als Unterschlupf für die Bevölkerung Neapels.

Trotz aller Gegensätze habe ich viele nette Orte entdeckt, an denen ich meine Sprachkenntnisse testen konnte – sei es beim einem fachlichen Plausch im Parco di Villa Floridiana oder bei kleinen Gesprächen mit Einheimischen, die sich gefreut haben, nicht immer englisch sprechen zu müssen. Neapel ist keine Stadt, die man einfach „besucht“. Man erlebt sie – mit allen Sinnen. Und manchmal auch mit leicht erhöhtem Puls
