Vortrag Judentum

Live -Vortrag zum Schabbat

Am 9. Februar bot sich rund 150 Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe die ganz besondere Gelegenheit, im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts an einer neunzigminütigen Zoom-Konferenz live aus Jerusalem teilzunehmen. Yair Ben Yehuda, Mitarbeiter der Lea-Fleischmann-Bildungsprojekte, nahm sich am Montagmorgen Zeit, um der Neutraublinger Schülerschaft von seinen Erfahrungen zu berichten. Der 1965 in Deutschland geborene Yair Ben Yehuda empfand schon als Jugendlicher in der DDR seine Liebe zu Israel. 2003 wanderte er dorthin aus und konvertierte zum Judentum. 

Zu Beginn zeigte Yehuda das Modell einer Thorarolle und überraschte mit erstaunlichen Fakten. So kann eine echte Thorarolle beispielsweise nur von einem ausgebildeten Thoraschreiber per Hand auf Pergament angefertigt werden. Verschreibt sich dieser, muss die gesamte Seite entfernt werden. Das auf Hebräisch verfasste Schriftstück darf auch nicht mit den Fingern angefasst werden, sondern nur mit einem eigens dafür hergestellten Thorazeiger. Wird eine Thora unbrauchbar, dann entsorgt man sie nicht einfach, sondern begräbt und bestattet sie. Yehuda erklärte den aufmerksamen Kindern viele Begriffe und Regeln des Judentums und ergänzte die Informationen mit der lebendigen Schilderung seiner eigenen Erfahrungen. Der Vortrag wurde für die Kinder noch anschaulicher dadurch, dass auch Gegenstände wie Gebetskapseln und -riemen oder die Mesusa gezeigt wurden, ein Behältnis, in dem man Abschnitte aus der Thora am Türrahmen jüdischer Häuser befestigt. Den anschließenden Film über den Schabbat und vor allem die dort gezeigte familiäre Gemeinschaft verfolgten die Kinder sehr interessiert. Bereitwillig beantwortete Yehuda in der nun folgenden Gesprächsrunde alle Fragen der Schülerinnen und Schüler zum Schabbat und den jüdischen Speisevorschriften.

Vielen Dank an die Sparkasse Regensburg, die diese Veranstaltung ermöglicht hat, und natürlich an Yair Ben Yehuda für diese wertvolle Möglichkeit der Begegnung. Die Veranstaltung bot unseren Schülerinnen und Schülern die einmalige Gelegenheit, im direkten Austausch mit einem Repräsentanten des Judentums mehr über diesen Glauben zu erfahren.